Untersuchung der Pilotengewerkschaft

Mängelreport – 5 deutsche Airports fallen durch

Seit 1978 überprüft die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit die Sicherheit deutscher Flughäfen anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs. Jedes Jahr resultiert daraus eine Mängelliste. 2014 hat die Pilotengewerkschaft fünf deutsche Flughäfen beanstandet. Lesen Sie hier, welche es sind – und warum.

Bei allen fünf von der Pilotengewerkschaft gerügten Airports handelt es sich um Regionalflughäfen, die bereits 2013 den Mangelstern erhielten. Am schlechtesten schnitt der Allgäu Airport in Memmingen ab.

Bemängelt wurde bei den Flughäfen Lübeck, Zweibrücken und Memmingen unter anderem, dass es keinen Rollweg zu jedem Bahnkopf gebe. Der Allgäu Airport hat zudem, ebenso wie die Flughäfen Friedrichshafen und Weeze, keine vollständige Runway End Safety Area (RESA) – eine Start-/Landebahnendsicherheitsfläche, die laut Empfehlung der Vereinigung Cockpit (VC) mit 240 Metern bemessen sein sollte, obwohl gesetzlich nur 90 Meter vorgeschrieben sind.

Hier finden Sie die Mängelliste 2014 als PDF

Gesetzgebung zu „träge“

„Eine fortschrittliche Industrienation wie Deutschland sollte sich bei der Flugsicherheit nicht mit Mindestanforderungen begnügen, sondern moderne Standards berücksichtigen“, sagt Jörg Handwerg, Pressesprecher der VC, in der Pressemitteilung der Gewerkschaft.

Einige Airports reagieren auf die veröffentlichte Mängelliste regelmäßig mit entsprechenden Nachbesserungen, andere verweisen auf die Einhaltung der internationalen Mindestanforderungen. Die finanzielle Situation einiger Flughäfen spiele hierbei sicherlich eine Rolle, erklärt Jörg Handwerg auf TRAVELBOOK-Anfrage. Gerade auf Regionalflughäfen, die häufig von einzelnen Airlines abhängen, sei der Kostendruck sehr hoch.

Bei den internationalen Anforderungen würden zudem auch weniger finanzstarke Regionen und Länder berücksichtigt, erklärt Handwerg. Da der Flugbetrieb jedoch ein sehr dynamisches Umfeld sei, wolle man den Entwicklungen nicht „jahrzehntelang hinterhecheln“. Die Gesetzgebung sei in diesem Bereich eher etwas träge.

Sechs Airports sind mängelfrei

Der Kriterienkatalog wird entsprechend regelmäßig angepasst. Hierbei fließen neben dem  Feedback der Piloten auch die Auswertungen von Studien und Flugunfällen ein.

Zweck der Empfehlungen und jährlichen Untersuchung sei es, „Unfälle zu verhindern“, so Handwerg, und nicht zu warten, bis tatsächlich etwas passiere. Als Beispiel nennt er Zweibrücken, wo es 2008 zu einer „gefährlichen Annäherung“ kam, weil aufgrund des fehlenden parallelen Rollwegs ein Flugzeug noch auf der Bahn stand, als ein anderes zur Landung ansetzte.

Auch 2014 gibt es allerdings einige Airports, die von der VC als „mängelfrei“ eingestuft wurden: Berlin-Schönefeld, Bremen, Düsseldorf, Leipzig/Halle, München und Stuttgart.

Positiv-Beispiel: Der Flughafen Stuttgart weit laut Untersuchung der Vereinigung Cockpit keine Mängel auf

Foto: dpa picture alliance

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