Die „Ewige Stadt“ zerfällt

Rom sucht verzweifelt Retter

Es ist ein dramatischer Appell: Weil zahlreiche historische Stätten wie das Forum Romanum und der Circus Maximus langsam zerfallen, hat die Stadt ihre Bürger und größere Firmen zum Spenden aufgerufen. Die beachtliche Summe von 500 Millionen Euro wird für den Erhalt weltberühmter Kulturgüter benötigt.

Kaum eine andere Stadt auf der Welt verfügt über so viele bedeutende und teils Jahrtausende alte Bauwerke wie Rom; das gesamte historische Zentrum zählt zum Weltkulturerbe der Unesco. Doch um viele der weltberühmten Sehenswürdigkeiten steht es gar nicht gut, wie Roms Übergangsbürgermeister Francesco Paolo Tronca laut der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ am Dienstag verkündete: „Wir brauchen 500 Millionen Euro, um das Erbe der Stadt zu retten.“

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Die Situation ist offenbar dramatisch, denn vom Zerfall bedroht sind Tronca zufolge nicht etwa einzelne Bauwerke und Ausgrabungsareale, sondern Hunderte im gesamten Stadtgebiet. „Unter den Projekten, die wir ausgewählt haben, sind 574 archäologische Stätten, 400 Brunnen, fünf historische Plätze und 900 Kapellen.“ Jetzt gelte es, Zeichen zu setzen und die Bauwerke nicht einfach sich selbst zu überlassen. „Auch das kleinste Denkmal, das wir aufgeben, tut in doppelter Hinsicht weh. Zum einen, weil es wie eine offene Wunde ist, und zum zweiten, weil man es den Römern und den Touristen wegnimmt, wenn es geschlossen werden muss.“

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Die Ausgrabungsstätte am Largo di Torre Argentina im Stadtzentrum von Rom zählt zu den Orten, die restauriert werden müssen

Foto: Getty Images

Das Problem: Die Stadt ist hochverschuldet

Während bei einigen Bauwerken kleinere Summen zur Instandsetzung ausreichen, wurden bei anderen Beträge in mehrstelliger Millionenhöhe angesetzt. So werden etwa allein für die Restaurierung des Römischen Museums (Museo di Roma) 125 Millionen Euro benötigt, wie die Behörde für den Erhalt des Kulturerbes der Stadt Rom auf TRAVELBOOK-Nachfrage mitteilt. Für die Römischen Kaiserforen wurden laut Kalkulation 16,6 Millionen Euro veranschlagt, und für die Restauration des Kapitolsplatzes 15,2 Millionen Euro.

Das große Problem: Der mit 12 Milliarden Euro verschuldeten Stadt fehlt schlicht das Geld, um die dringenden Instandhaltungsmaßnahmen an den Weltkulturerbestätten selbst vorzunehmen. Deshalb hat Rom nun seine Bürger und größere Firmen um Hilfe gebeten: Durch ihre Spenden sollen die Bauwerke gerettet werden, oder zumindest 100 davon, wie Claudio Presicce Parisi, der Beauftragte für Roms Kulturgüter, präzisierte. 

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Die Römer spenden

Dass das funktionieren kann, hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach gezeigt: So hat etwa die Luxusmodefirma Fendi die Restauration des berühmten Trevi-Brunnens finanziert, der Juwelier Bulgari hat Millionen gegeben, um die Spanische Treppe wieder instand zu setzen, und einige Säle in den Kapitolinischen Museen sowie der Brunnen am Quirinalspalast konnten dank Spenden des russischen Oligarchen Alischer Burchanowitsch Usmanow restauriert werden.

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Aber auch weniger solvente Bürger oder Rom-Fans können sich an der Rettung der Stadt beteiligen: In einer separaten Liste, die TRAVELBOOK vorliegt, sind die weniger kostenintensiven Erhaltungs- und Instandhaltungsmaßnahmen aufgeführt. Für einen Betrag von nur 300 Euro ist es zum Beispiel möglich, die Beseitigung von Unkraut an der Trajanssäule zu finanzieren.

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