Vom Poser bis zum Komplett-Verweigerer

Die 5 nervigsten Urlaubstypen bei Facebook

Das Posten von Urlaubsfotos gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Facebook-Gemeinde. Doch nicht jeder tut es gleich. TRAVELBOOK nennt fünf Urlaubstypen bei Facebook, von denen garantiert mindestens einer auch in Ihrer Freundesliste zu finden ist. Und die manchmal mit ihren Postings ganz schön nerven können...

Der Alles-Mitteiler

Schon lange bevor er überhaupt in Urlaub fährt, wissen all seine Facebook-Freunde, dass er es tun wird – irgendwann, in einem halben Jahr. Denn sobald er gebucht hat, setzt er den ersten Post ab: „Juhuuuh, Urlaub ist gebucht, im Juni geht’s nach Thailand“. Von da an ist die gesamte Freundesliste quasi live dabei und erfährt in regelmäßigen Abständen, wie lange es bis zum Antritt der Reise noch dauert: „Noch zwei Wochen, dann geht’s los“, „Sonnencreme ist gekauft“, „Heute letzter Arbeitstag“, „Koffer ist gepackt“. Auch von der Reise selbst verpassen die Freunde des Alles-Mitteilers nichts: Der Check-in am Flughafen wird natürlich genauso gepostet wie der Check-in im Urlaubs-Hotel, nicht zu vergessen ein Foto aus dem Flieger und ein Sonnenuntergangs-Bild vom ersten Abend am Strand.

Jeder Moment muss festgehalten und gepostet werden. Egal wie bescheuert man dabei aussieht

Foto: Getty Images

Danach folgt jeden Tag eine Flut an Foto-Posts: die Aussicht aus dem Hotelfenster, der erste Sonnenbrand, Selfie in der Bar, Selfie vorm Tempel, das Meer in allen Varianten. Niemals würde der Alles-Mitteiler auf die Idee kommen, dass seine Foto-Flut irgendjemanden auch nur ansatzweise nerven könnte. Und während er mit seinen Urlaubs-Posts anfangs noch fleißig „Likes“ erntet, ebbt das Interesse daran merklich schnell ab. Nur eine Handvoll Leute, vielleicht zwei oder drei, klicken am Ende noch den „Gefällt mir“-Button. Das sind seine wahren Freunde.

Der Poser

Beim Poser zählt nicht die Quantität der geposteten Urlaubsfotos, sondern die Qualität. Oder vielmehr das, was darauf zu sehen ist, denn es dient einem einzigen Zweck: die Zuhausegebliebenen vor Neid erblassen zu lassen. Und dafür genügt meist schon ein Foto des Posers, mit cooler Sonnenbrille lässig am Rand des Infinity-Pools lehnend, Cocktail – oder noch besser: Bier – in der Hand, im Hintergrund das Meer. Über dem Bild liegt ein Retro-Filter, der das Ganze nur noch cooler wirken lässt. Großer Worte bedarf es zu diesem Akt der Selbstdarstellung nicht, allenfalls ein „Chillaxing“ oder „So lässt sich’s aushalten“ steht über dem Foto, das selbstverständlich mit zahlreichen „Likes“ und anerkennenden Kommentaren bedacht wird. Denn würde man das Foto des Posers nicht liken, könnte der ja denken, man sei tatsächlich neidisch.

So oder ähnlich sehen Sie aus, die Urlaubsbilder des Posers auf Facebook

Foto: Getty Images

Der Mitläufer

Eigentlich ist es überhaupt nicht sein Ding, seinen Urlaub mit allen zu teilen. Deswegen postet er erst mal gar nichts, hält sich zurück. Irgendwann tut er es dann aber doch: Er postet ein oder zwei ausgewählte Bilder bei Facebook, vielleicht vom Strand, irgendwas Ansehnliches. Denn er will zeigen: Auch ich mache schöne Reisen. Schließlich soll ja niemand denken, er fahre womöglich nie in den Urlaub, oder seine Urlaube seien so unspektakulär und langweilig, dass sie es nicht wert wären, darüber zu sprechen. Nachdem er das Foto gepostet hat, sieht der Mitläufer immer wieder nach, wie viele „Likes“ und Kommentare es schon bekommen hat. Sind es nach zwei Stunden weniger als drei, fängt er an, sich zu ärgern, dass er überhaupt was gepostet hat. Es kann auch vorkommen, dass er das Foto irgendwann klammheimlich wieder löscht. Schließlich soll ja niemand denken, er hätte keine Freunde.

Gähn! Fotos von Sonnenuntergängen werden bei Facebook zuhauf gepostet. Nur noch anstandshalber klicken ein paar Leute den „Gefällt mir“-Button

Foto: Getty Images

Der Subtile

Dieser Urlaubstyp würde nie auf die Idee kommen, mit der Tür ins Haus zu fallen und jedem bei Facebook mitzuteilen, wenn er in Urlaub fährt/ist. Schließlich will er ja nicht als Angeber dastehen. Bei ihm läuft es subtiler ab: Entweder er postet ein Foto, auf dem man nur erahnt, dass er woanders sein könnte, ein Essen mit fremden Speisen etwa, oder Füße, die im Sand stecken. Oder aber er stellt bei Facebook eindeutig zweideutige Fragen: „Kann jemand einen guten Reiseführer über Kambodscha empfehlen?“, oder „Hat jemand einen guten Restaurant-Tipp für NY?“. Und natürlich wird jemand in den Kommentaren fragen, ob er denn vorhat, dorthin zu fahren, und wann das denn sein wird und so weiter. So weiß es am Ende dann doch jeder, und als Angeber stehen letztlich eher die Kommentierenden da, die sich über die geilsten Läden in New York City und ihren letzten Urlaub auslassen.

Ich stehe mit den Füßen im Sand und mehr wird nicht verraten: Der Subtile bleibt bei seinen Urlaubsbildern und -posts eher vage und hofft insgeheim auf viele Nachfragen

Foto: Getty Images

Der „Ich hab's nicht nötig“-Typ

Die anderen können Urlaubsfotos posten, soviel sie wollen: Dieser Facebook-Typ hat so was einfach nicht nötig. Seinen Account nutzt er nur, um „ab und zu mal“ nachzusehen, was so los ist in der Welt. Äußerst selten postet er selbst mal was, und das sind dann, wenn überhaupt, nur sorgfältig ausgewählte und überlegte Statements. Vielleicht war er früher mal aktiver, hat selbst Urlaubsfotos online gestellt. Aber irgendwann hat er dann „abgeschlossen“ mit Facebook, weil er sich wieder mehr auf das echte Leben fokussieren will. Trotzdem würde er den letzten Schritt, seinen Account einfach ganz zu löschen, nie gehen. Man könnte ja doch was verpassen...

Der komplett-verweigerer

Die Frage, ein Urlaubsfoto zu posten oder nicht, stellt sich für diesen Typ gar nicht erst: Denn er hat noch nie einen Facebook-Account besessen und wird vermutlich auch nie einen haben. Fast jeder kennt wohl in seinem Freundeskreis jemanden, der einfach konsequent nicht bei Facebook ist. Und ein bisschen bewundert man ihn dafür, denn irgendwie macht es ihn ja zu was Besonderem, fast ein klein wenig geheimnisvoll. Er ist derjenige, der nicht aller Welt seinen Urlaub unter die Nase reibt. Sondern nur ausgewählten Leuten, die es auch wirklich interessiert. Beim Bierchen in der Kneipe zum Beispiel. Manchmal sieht man ihn dann doch bei Facebook, zusammen mit dem Vornamen: auf Fotos von anderen. Aber eine Suche in der jeweiligen Freundesliste bleibt ohne Ergebnis. Was den Suchenden immens wurmt – weil es den Komplett-Verweigerer nur noch interessanter macht.

Am Ende nerven alle ein bisschen, auf ihre Weise. Aber dafür ist Facebook nun mal da, dass jeder schreiben und posten kann, was und soviel er mag. Und wenn es ganz schlimm kommt, gibt es ja immer noch die Verbergen-Funktion....

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  • Der Alles-Mitteiler 3125
  • Der Poser 734
  • Der Mitläufer 270
  • Der „Ich hab's nicht nötig“-Typ 676
  • Der Komplett-Verweigerer 636

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