Weil der Lohn nicht reicht

Stewardessen werden für Piloten zu Prostituierten

Weil die Gehälter für Flugbegleiter in den vergangenen Jahren stark gesunken sind, sollen japanische Stewardessen ihr Einkommen mit Liebesdiensten aufbessern, berichtet ein japanisches Magazin. Sogar von einem Prostitutionsring ist die Rede.

Dass Flugbegleiterinnen auch nachts arbeiten, ist erst einmal nichts Ungewöhnliches. In Japan bekommt die Nachtschicht jetzt allerdings eine ganz andere Bedeutung. Denn dort sollen Stewardessen ihre Liebesdienste an Piloten verkauft haben, um ihr monatliches Einkommen aufzubessern. Das berichtet der japanische Online-Dienst The Tokyo Reporter mit Bezug auf einen Artikel aus dem bereits im Dezember 2014 erschienen Wochenmagazin „Shukan Post“. Grund für die angebliche Prostitution sollen gesunkene Löhne sein.

Wie der Online-Dienst unter Bezugnahme auf das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales schreibt, soll das jährliche Durchschnittsgehalt von Stewardessen zwischen 25 und 29 Jahren in den vergangenen neun Jahren um rund 21 Prozent gesunken sein. Verdienten japanische Flugbegleiterinnen 2004 noch umgerechnet etwa 36.425 Euro, waren es 2013 circa 28.600 Euro.

Prostitutionsring aufgeflogen

Dies hat offenbar zur Folge, dass einige Stewardessen nun einen unkonventionellen Zweitjob annehmen müssen. Eine Flugbegleiterin berichtet in der „Shukan Post“, sie wisse von einer Frau, die bei ihrer Airline Stewardessen an Piloten „vermittele“ und damit sozusagen als Zuhälterin fungiert. Sei eine Kollegin gewillt, sich mit Liebesdiensten etwas extra zu verdienen, gebe sie ihre Nummer an die Frau weiter. Im Gegenzug erhalte sie dann Aufträge mit einer Vergütung zwischen umgerechnet 365 und 585 Euro.

Die Stewardess spricht in der „Shukan Post“ sogar von Gerüchten um einen „Prostitutionsring“, den es schon gegeben haben soll, bevor sie ihre Tätigkeit als Flugbegleiterin angenommen habe. Doch dann habe das Management von der Vermittlung der Nebentätigkeiten Wind bekommen, und die Anführerin des Rings gefeuert. Die Stewardess sei sich aber sicher, dass die Prostitution weiterginge, erzählt sie dem Magazin.

Die geheimen Zeichen der Piloten

Eine weitere Stewardess erzählt von anderen ziemlich skurrilen Methoden: Vor dem Abflug sollen sich die Stewardessen vor dem Piloten und seinem Co-Piloten aufstellen, heißt es in dem Beitrag. Während des Briefings gebe der Pilot dann Signale. Fasst er sich zum Beispiel viermal an die Nase, bedeutete dies, er wolle eine Übernachtung im Hotel – inklusive Stewardess natürlich. Kostenpunkt: rund 290 Euro.

Meist finde dies auf Inlandsflügen statt, erzählt die Stewardess weiter. An den Zielen seien die Unterkünfte oft knapp, sodass es ohnehin oft vorkommt, dass Flugbegleiterinnen und Piloten im selben Hotel absteigen – weshalb die Gefahr, dass das Ganze auffliegt, gering sei.

Verlockende Bezahlung

Die dritte Stewardess, die sich in dem Magazin zu Wort meldet, ist eine 29-Jährige, die derzeit als eine Art Call-Girl für einen Anbieter tätig ist, der sich auf Stewardessen spezialisiert hat. „Ich konnte mir nie vorstellen, dass ich so etwas tue“, sagt sie gegenüber der „Shukan Post“. Doch die Bezahlung sei einfach verlockend. Für 90 Minuten bekäme sie rund 440 Euro.

Laut Magazin haben viele weitere Stewardessen Nebenjobs, arbeiten zum Beispiel Teilzeit als Party-Begleitung oder Hostessen in Bars von Tokio. Auch gäbe es Berichte von Tête-à-Têtes in Umkleidekabinen am Haneda Airport in Tokio.

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