Attraktionen in „Rulantica"

Das erwartet Besucher der neuen Wasserwelt im Europa-Park

Europa-Park, Rulantica
Das Rendering zeigt, wie „Rulantica“ aussehen soll. Die neue Wasserwelt im Europa-Park soll ab Ende 2019 insgesamt 25 Attraktionen bieten...
Foto: Europa Park

Ein Abenteuerspielplatz mit versunkenen Dreimastern, eine Grotte mit einem Wellenbad und eine Gletscherhöhle mit Rutschen – das sind nur einige der vielen Attraktionen, die Besucher ab Ende 2019 in der neuen Wasserwelt des Europa-Parks erwarten. Bis dahin sollen die Bauarbeiten für das Plansch- und Badeparadies namens „Rulantica“ fertiggestellt sein.

Mit 25 Wasserattraktionen – darunter 17 Wasserrutschen, ein Wellenbad, ein so genannter „Wild River“ und ein Strömungskanal – will der Europa-Park im baden-württembergischen Rust künftig noch mehr Besucher locken. Vor den Toren des größten Freizeit- und Themenparks in Deutschland laufen die Bauarbeiten für die neue Wasserwelt „Rulantica“ derzeit auf Hochtouren.

Das Herzstück von „Rulantica“ soll eine annähernd 40.000 Quadratmeter große, muschelförmige Halle werden. Acht nordisch thematisierte Bereiche sollen dort für reichlich Wasserspaß sorgen, wie der Europa-Park auf seiner Webseite ankündigt.

Badespaß mit versunkenen Schiffen

Illustration Schiffswrack Rulantica

Die Illustration zeigt eine der Attraktionen von „Rulantica“: den Abenteuerspielplatz „Skip Strand“ mit einem Schiffswrack
Foto: Europa-Park

Zu den geplanten Attraktionen der neuen Wasserwelt „Rulantica“ zählen u. a. ein Abenteuerspielplatz mit versunkenen Dreimastern („Skip Strand“), ein Wasserspielplatz für die Allerjüngsten („Trolldal“), ein Wellenbad in einer Grotte („Lumafals“), eine Gletscherhöhle mit Rutschen („Vinterhal“) und die „Skog Lagune“ mit Wasserfällen, Sprudelliegen und einer Poolbar.

Auch interessant: Die 10 besten Freizeitparks Deutschlands

Neben dem Indoor-Bereich in der 20 Meter hohen Halle soll es in „Rulantica“ auch einen 8000 Quadratmeter großen Outdoor-Bereich mit einem Außenpool und dem so genannten „Wild River“ geben. Außerdem sind ein Familienrestaurant sowie ein weiteres Selbstbedienungsrestaurant, ein Café und ein neues Hotel mit 304 Gästezimmern geplant.

Baustelle „Rulantica“

Derzeit laufen die Bauarbeiten für „Rulantica“ auf Hochtouren
Foto: Michael Thoma

Eine Seilbahn vom Europa-Park nach Frankreich?

„Rulantica“ ist jedoch nicht das einzige Projekt, mit dem der Europa-Park zusätzliche Besucher anlocken möchte. Die Inhaberfamilie Mack befasst sich zudem mit Plänen, möglicherweise eine gut fünf Kilometer lange Seilbahn über den Rhein ins nahe gelegene Elsass zu bauen und auf französischer Seite ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen.

„Das nachhaltige und naturfreundliche Projekt könnte letztlich auch weitere Arbeitsplätze in Frankreich schaffen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Europa-Parks. Zudem würde die vorhandene Verkehrsinfrastruktur stark entlastet werden. Der Europa-Park verzeichne jährlich mehr als eine Million Besucher aus Frankreich, und mehr als 1.000 Mitarbeiter pendelten aus dem Elsass nach Rust. Detailfragen im Zusammenhang mit einem möglichen Seilbahn-Projekt würden derzeit mit den Behörden in Deutschland und Frankreich abgestimmt, heißt es weiter.

Auch interessant: Die 25 besten Freizeitparks in Europa

Umweltschützer lehnen Pläne für Seilbahn strikt ab

Umweltschützern indes ist die Seilbahn, die über das Naturschutzgebiet Taubergießen führen soll, allerdings ein Dorn im Auge. „Die badisch-elsässischen Umweltverbände lehnen dieses Projekt einhellig ab“, heißt es in einer Presseerklärung, die der Regionalverband Südlicher Oberrhein des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf seiner Webseite veröffentlicht hat.

Die besten Reise-Storys kostenlos vorab lesen! Jetzt für den TRAVELBOOK-Newsletter anmelden!

Der BUND kritisiert u. a., dass durch eine Seilbahn und eine „Expansion“ des Europa-Parks ins Elsass das Naturschutzgebiet Taubergießen wegen höherer Besucherzahlen weiteren Schaden nehmen werde. „Wenn Hunderttausende über den Taubergießen schweben, dann wollen noch mehr Menschen im Naturschutzgebiet spazieren gehen. Bei Herrn Mack vom Europa-Park gibt es scheinbar keine Grenzen des Wachstums, im Naturschutzgebiet Taubergießen sind sie teilweise schon überschritten“, warnt BUND-Geschäftsführer Axel Mayer.

NABU: Seilbahn ist eine Schnapsidee

Heftige Kritik an dem geplanten Seilbahn-Projekt kommt auch vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). „Einen Eingriff in das sensible Naturschutzgebiet Taubergießen lehnt der NABU ab“, so die Stellungnahme des NABU-Landesvorsitzenden Johannes Enssle in der oben erwähnten Presseerklärung. Der Taubergießen sei einer der letzten großen Auwälder am Rhein und gehöre zum europäischen Naturerbe. „Mit dieser Schnapsidee, eine Seilbahn quer durch dieses Naturjuwel zu bauen, bringt sich der Europa-Park auf Konfrontationskurs mit dem Naturschutz. Sollten diese Planungen ernsthaft weiterverfolgt werden, werden sich die Naturschützer in der Region mit vereinten Kräften dagegen wehren“, kündigt Enssle an.