Erik Johansson erzeugt die perfekte Illusion

Diese Landschaften sind echt fantastisch!

Der in Berlin lebende schwedische Fotograf Erik Johansson kreiert Bilder, die Fotografien, Materialien und digitale Bildbearbeitung in sich vereinen. Daraus entstehen surreale Landschaften, die ihre Abwandlung von der Realität manchmal auch erst auf den zweiten Blick erkennen lassen – um den Betrachter umso mehr zu erstaunen. TRAVELBOOK zeigt eine Auswahl seiner Bilder und erklärt die Technik dahinter.

Ein Feld, das in einem Abgrund endet. Ein Mann, der eine Straße hinter sich herzieht. Häuser, die auf Eisschollen treiben. Die Bilder, die Erik Johansson kreiert, sind faszinierend und verstörend zugleich. Sie machen Unmögliches möglich und sind manchmal ziemlich irritierend für das menschliche Auge. Dennoch wirkt die Szenerie echt und lebendig.

„Realismus war für mich immer sehr wichtig“, sagt der schwedische Künstler. „Es ist eine Herausforderung, einen Entwurf im Foto zum Leben zu erwecken. Wenn du die Werkzeuge beherrschst, ist es nur noch die Vorstellungskraft, welche die Grenzen setzt.“

Erik Johansson ist in Schweden aufgewachsen. Heute lebt er in Berlin

Foto: Erik Johansson

Die „Werkzeuge“, das sind im Fall von Erik Johansson im Wesentlichen seine Digitalkamera und Bildbearbeitungsprogramme. Und natürlich seine Ideen. „Sobald ich eine Idee habe, von der ich denke, dass sie gut genug ist, muss ich die Orte finden, an denen ich die Fotos für mein Werk machen kann.“ Viele seiner Bilder hat er in Schweden gemacht, in der Nähe seines Elternhauses. „Auf dem schwedischen Land aufzuwachsen, hatte einen großen Einfluss auf meinen visuellen Stil“, sagt Johansson. Tatsächlich zeigen viele seiner Bilder eine typisch schwedische Landschaft, mit roten Holz-Häuschen, Seen und viel Grün.

„Vertical Turn“ heißt dieses im Jahr 2009 entstandene Werk

Foto: Erik Johansson

Manchmal brauche er nur wenige Tage, um einen passenden Ort zum Fotografieren zu finden, manchmal Monate oder gar Jahre. „Es ist der wichtigste Schritt, denn der Ort definiert das Aussehen und die Stimmung des Fotos, es ist mein Rohmaterial, mit dem ich weiterarbeite.“ Da er verschiedene Fotos miteinander kombiniert, sei es besonders wichtig, dass die Lichtverhältnisse und Kameraperspektive bei den Aufnahmen übereinstimmen.

Auf die Frage, wie Erik Johansson seinen eigenen Stil beschreiben würde, antwortet er: „Surreale Ideen realistisch umgesetzt, vielleicht mit einer kleinen Prise Humor. Ich kann gar nicht wirklich sagen, dass ich entschieden habe, wie mein Stil aussehen soll. Es kommt dabei heraus, was rauskommt, ich realisiere einfach nur die Ideen, die mir in den Sinn kommen.“

„End of Line“ – eine Zuglinie, die bei einem Haus im Nirgendwo endet. Das Werk stammt von 2014

Foto: Erik Johansson

Manches Mal offenbart sich das Geheimnis eines Werkes auch erst durch den Einsatz anderer Mittel, einer Videokamera zum Beispiel. So geschehen bei seinem Werk „Skrapan Illusion“ von 2012. Damals hatte die Shopping-Mall „Skrapan“ in Stockholm den Künstler gebeten, anlässlich ihres fünfjährigen Jubiläums etwas zu kreieren. Das erstaunliche Ergebnis sehen Sie in diesem Video:

Mehr Bilder von Erik Johansson sehen Sie auf seiner Website, auf der der Künstler auch einen Blog betreibt.

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