Unentdeckte Reichtümer

6 Orte auf der Welt, wo noch Schätze verborgen sein sollen

In atemberaubender Natur mit Metalldetektor, Abenteurerhut und Schaufel ausgestattet nach verlorenen Reichtümern graben wie Indiana Jones: Es gibt tatsächlich noch Orte auf der Welt, wo das möglich ist. Wo Schatzsucher ihr Glück versuchen können – und was dort verborgen sein soll.

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1. Das Gold von Lima

Als Peru noch eine spanische Kolonie war, hortete die katholische Kirche in Lima einen regelrechten Schatz: darunter mit Juwelen, kostbare Kerzenhalter sowie zwei lebensgroße Marienstatuen aus purem Gold. Insgesamt wird der Wert des Schatzes heute auf mindestens zwölf, höchstens 16 Millionen US Dollar geschätzt.

Auf Cocos Island in Costa Rica soll das sagenumwobene Gold von Lima bis heute versteckt sein

Foto: dpa Picture Alliance

Als überall in Lateinamerika Revolten gegen die spanische Herrschaft ausbrachen und auch Lima um die Unabhängigkeit gekämpft wurde, beschloss der damalige Vizekönig von Lima, den Schatz nach Mexiko zu schaffen. Mit dem Transport beauftragte er den Kapitän William Thompson. Der Schotte und seine Crew wollten das Gold jedoch stehlen und ermordeten die Wachen und Priester, die mit ihnen an Bord gegangen waren. Mit der Beute segelten sie dann in die Gewässer des heutigen Costa Rica, um den Schatz auf Cocos Island zu verstecken, wo er bis heute liegen soll. Zahlreiche Schatzsucher haben sich seitdem auf die Suche nach dem verlorenen Gold gemacht. Bislang ohne Erfolg.

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2. Die Beute von Butch Cassidy


Butch Cassidy war einer der berühmtesten Gangster in der Geschichte der USA. Mit seiner Diebesbande, der Wild Bunch Gang, und seinem Komplizen Sundance Kid überfiel er im Wilden Westen Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Züge und Banken und war dabei so erfolgreich, dass er, Sundance und dessen Freundin Etta vor den Behörden nach Südamerika fliehen mussten, um der Todesstrafe zu entkommen. Vor der Flucht ins Exil vergrub Butch Cassidy jedoch eine aus Silbermünzen bestehende Beute mit einem damaligen Wert zwischen 20.000 und 30.000 Dollar irgendwo im Moffat County in Colorado. Bis heute wurde das Geld nicht gefunden wurde. Der Preis, den der Schatz beim Versteigern an einen Sammler erzielen würde, wird sehr hoch eingeschätzt.

3.  Die Opalminen von Coober Pedy


Unter der Erde Australiens liegen heute geschätzte drei Viertel des Opalvorkommens der Welt. Die meisten der bunten Edelsteine liegen in den Minen der größtenteils unterirdisch liegenden Stadt Coober Pedy, mitten in der Wüste. Man schätzt, dass bisher nur etwa die Hälfte der Opale abgebaut wurde. Obwohl man, wenn man selbständig in den Minen nach Opalen graben will, eine Lizenz des örtlichen PIRSA Büros braucht, so kann  jeder Besucher das sogenannte „Noodling“ ausprobieren, der örtliche Begriff für das Wühlen in den Geröll-Überresten der Opalsucher. Gräbt man sich durch das Gestein, so findet man manchmal kleine Opale, die man dann auch behalten darf. Je nach Beschaffenheit und Größe können die Steine durchaus Hunderte von Euro Wert sein. Die Wahrscheinlichkeit dabei wirklich fündig zu werden, ist gar nicht so gering: Nur 10 Prozent des Areals wurden bis jetzt abgebaut.

Auch interessant: Coober Pedy – Hier lebt eine ganze Stadt unter der Erde 

4. Der Nazischatz im Toplitzsee

Als das dritte Reich langsam seinem Untergang entgegensteuerte, kamen zahlreiche SS-Männer und andere Nazis nach Österreich, um ihre gehorteten Schätze in Sicherheit zu bringen. Dabei wurden angeblich ganze Truhen mit Goldreserven und Kunstschätzen im Toplitzsee versenkt. Seit dem Ende des Krieges haben zahlreiche Taucher versucht, den Nazi-Schatz auf eigene Faust zu finden. Bislang wurden aber nur Truhen mit gefälschten Pfund-Noten gehoben: Die Nazis wollten den britischen Markt durch die Überschwemmung mit Falschgeld in den Ruin treiben.

Im Toplitzsee sollen die Nazis kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs Goldreserven und andere Wertgegenstände versenkt haben

Foto: Getty Images

Der See lockt immer noch zahlreiche Schatzsucher an. Jedoch ist für hoffnungsvolle Nacheiferer größte Vorsicht geboten: Aufgrund von zahlreichen Baumstämmen im See, die dank eines sehr milden Klimas nicht verrotten, ist das Tauchen sehr gefährlich. Es kam dabei schon mehrfach zu Todesfällen.

5. Die Fracht der Spanischen Titanic

Vor der Küste Brasilien liegt eine der schönsten Inseln des Landes: die Ilhabela. Hier versank 1916 das größte Luxuskreuzfahrtschiff Spaniens, die El Príncipe de Asturias, bei einem tragischen Unfall im Atlantik. Aufgrund der opulenten Ausstattung des Schiffes und der Tragik seines Untergangs ist es als die „Spanische Titanic“ in die Geschichte eingegangen. Mit an Bord der Príncipe war eine Fracht aus kostbaren Statuen, Gold für die argentinische Regierung und Juwelen der reichen Passagiere der ersten Klasse. Da die natürlichen Bedingungen zum Tauchen auch vor der Küste der Ilhabela extrem gefährlich sind, haben bisher nur sehr Wenige versucht, den Schatz des Wracks zu bergen. Bis jetzt ist jeder Versuch gescheitert.

Vor der Küste der brasilianischen Trauminsel Ilhabela sank 1916 ein Schiff mit wertvoller Fracht. Das Wrack wurde bis heute nicht geborgen.

Foto: Getty Images

Der Piratenschatz auf den Seychellen

Liegt auf der Seychellen-Insel Mahé ein bis zu 250 Millionen Dollar (230 Millionen Euro) schwerer Piratenschatz begraben? Das behauptet der Glücksritter John Cruise-Wilkins, der den Reichtümern seit 1977 nachjagt – sein Vater wiederum hatte schon seit 1950 danach gesucht. Der französische Pirat Olivier Levasseur soll hier unvorstellbare Mengen an Gold, Silber, Diamanten und anderen Preziosen versteckt haben, bevor man ihn 1730 hinrichtete.

John Cruise-Wilkins am Strand von Bel Ombre

Foto: Getty Images

Der Clou: Es gibt sogar eine mysteriöse Schatzkarte, die aber bisher niemand korrekt zu lesen wusste – Cruise-Wilkins vermutet ihn jedoch in der Region von Bel Ombre an Mahés Nordküste.

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