Immer weniger Niederschläge

Kanaren droht der Dürre-Notstand!

Blick von der Insel Lanzarote nach Fuerteventura
Blick von der Insel Lanzarote nach La Graciosa
Foto: dpa Picture Alliance

Auf den kanarischen Inseln fällt immer weniger Regen. Während sich die meisten Urlauber über sonniges und trockenes Wetter freuen, hat der fehlende Niederschlag für Natur und Landwirtschaft und damit auch für die Einwohner der Kanaren gravierende Nachteile. Womöglich droht schon bald ein Dürre-Notstand!

In den vergangenen Jahren ist es zunehmend trockener geworden auf den Kanaren, beinahe jedes Jahr haben zumindest einige der Inseln mit einer Dürreperiode zu kämpfen. Eine Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Die Kanarenregierung kündigte laut einem Bericht des lokalen Nachrichtenportals „Teneriffa News“ an, möglicherweise schon bald den Dürre-Notstand auszurufen.

„Der Klimawandel wirkt sich auch auf die Wasservorräte aus“, zitiert das Portal Ángel Víctor Torres, den Präsident der Kanarischen Inseln. Demnach liegen viele Wasserstände in den Stauseen der Inseln aufgrund der fehlenden Niederschläge deutlich unter dem jahreszeitbedingten Soll.

Vor allem die Insel La Palma ist betroffen: Wie „La Palma News“ berichtet, fielen dort laut den Aufzeichnungen des lokalen Wetterdienstes HDmedio im Jahr 2019 im Schnitt rund 38 Prozent weniger Niederschlag als im Vorjahr. Die Stadträtin der Insel hatte Anfang Februar auf einer Tagung zu dem Thema erklärt, dass La Palma „aufgrund ihrer geografischen Lage, ihrer Insellage und ihrer biologischen Vielfalt besonders anfällig für den Klimawandel“ sei.

 

Keine Besserung in Sicht

Auch die anderen Inseln kämpfen Jahr für Jahr mit zunehmender Trockenheit. Auf Fuerteventura gab es 2018 laut „Teneriffa News“ in den Sommermonaten eine so starke Dürre, dass Tausende Haushalte monatelang ohne Trinkwasser auskommen mussten. Die Einwohner mussten damals mit gekauftem Mineralwasser duschen. Auf Gran Canaria gab es im vergangenen Jahr aufgrund fehlender Niederschläge deutliche Einbußen für die Landwirtschaft.

, berichtet die spanische Zeitung „El Día“. Und die Aussichten sind schlecht: Laut der spanischen Wetterbehörde Aemet werden auch der März und April auf den Kanaren besonders heiß und trocken.

Urlaub auf den Kanaren – welche Insel passt am besten zu mir?

Keine Einschränkungen für Urlauber

Laut „Teneriffa News“ wird in den Hotels der Inseln deutlich mehr Wasser pro Kopf verbraucht als durch die Einwohner selbst, was vermutlich auch an den Hotelpools liegen dürfte. Auch wenn es im Tourismus derzeit noch keine Einschränkungen für den Wasserverbrauch gibt, sollten Urlauber sich des Problems bewusst sein und versuchen, kein Wasser zu verschwenden.

 

 

Themen