Lawinengefahr in den Alpen geht zurück

In vielen Skigebieten laufen die Lifte wieder

Skilifte
Nach Tagelangen heftigen Schneefall im Süden Bayerns scheint über dem Freistaat wieder die Sonne
Foto: dpa Picture Alliance

Die Lage in den Schnee-Krisengebieten normalisiert sich zunehmend. In vielen Skigebieten sind die Lifte wieder in Betrieb. Auch sind einige gesperrte Straßen und Bahnstrecken wieder freigegeben. Doch nicht überall können die Menschen aufatmen.

Wegen akuter Lawinengefahr wurde im oberbayerischen Schleching ein Ortsteil geräumt. Weiter galt der Katastrophenfall in den Landkreisen Miesbach, Traunstein und Berchtesgadener Land.

Züge fahren wieder

Der Zugverkehr rollte auf vielen Strecken wieder. Die vom Schnee unterbrochenen Regionalstrecken wurden freigegeben, wie die Deutsche Bahn mitteilte. In vielen Skigebieten liefen bei strahlendem Sonnenschein auch wieder die Lifte. Etwa an Deutschlands höchstem Skigebiet auf der Zugspitze konnten Wintersportler wieder ihre Schwünge ziehen.

Wo sich Skiurlauber über Lawinen informieren können

Auch in Österreich konnten viele bisher gesperrte Straßen nach Angaben der Lawinenwarnzentrale wieder für den Verkehr freigegeben werden. So sollte die wichtige Fernpass-Route zwischen Deutschland und Österreich am Mittwochnachmittag wieder aus allen Richtungen befahrbar sein.

Weiterhin Lawinengefahr

Für Donnerstag rechneten die Experten verbreitet mit Lawinenwarnstufe 3 (erhebliche Gefahr) auf der fünfstufigen Skala. Wintersportler sollten aber auch das sehr ernst nehmen, sagte Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndiensts Tirol. „Denn gerade bei Lawinengefahrenstufe drei passieren die meisten Lawinenunglücke. Wer nicht ein absolut versierter Tourengeher oder Variantenfahrer ist, sollte deshalb bitte unbedingt auf den gesicherten Pisten bleiben!“ Viele Skifahrer unterschätzten die Gefahr.