3000 Zimmer, 105 Stockwerke, 330 Meter hoch

Dieses gigantische Nordkorea-Hotel ist seit fast 25 Jahren verlassen

Es sollte einst der ganze Stolz des kommunistischen Regimes in Nordkorea werden, doch seit 1992 ist das Ryugyong-Hotel in Pjöngjang verlassen. Ob es jemals fertiggestellt wird, ist fraglich – der Preis dafür wäre allerdings astronomisch.

In der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gibt es ein Gebäude, das den Rest des Stadtbildes bei Weitem überragt – fast erinnert es ein wenig an einen Düsenjäger, der kurz davor ist, senkrecht in die Luft zu starten. Doch was eigentlich ein strahlender Beweis für die Überlegenheit des Kommunismus werden sollte, ist heute das absolute Gegenteil. Die Rede ist vom, welches von der Online-Ausgabe des Lifestyle-Magazins „Elle Decor“ sogar das „verdammte Hotel“ genannt wird.

Verdammt deshalb, weil das mehr als 330 Meter hohe Gebäude, das 3000 Zimmer auf 105 Stockwerken haben soll, seit 1992 gähnend leer steht und selbst Bauarbeiter die Protz-Ruine verlassen haben. Niemand kümmert sich mehr um das einstige Vorzeigeprojekt des nordkoreanischen Regimes.

1987 war der Bau mit dem Vorhaben gestartet, das höchste Hotel der Welt zu werden – ein Beleg für den Größenwahn des damaligen Diktators Kim Jong-il. Damals wie heute litt das Volk unter Hunger und in einem Leben in völliger Isolation. Der Bau sollte das Bild einer starken, wirtschaftlich potenten Nation projizieren. Wie „Elle Decor“ weiter berichtet, verlor Nordkorea mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion auch seinen wichtigsten Unterstützer und Geldgeber. Es sollte das vorzeitige Ende für den Hotelbau und für die hochfliegenden Pläne des Regimes sein. Ein Umstand, der den Mächtigen derart peinlich gewesen sein soll, dass sie den Bau unter anderem aus offiziellen Fotos der Stadt wegretuschieren ließen.

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Das Ryugyong-Hotel sollte ein Wahrzeichen der nordkoreanischen Stadt Pjöngjang werden

Foto: dpa Picture-Alliance

Trotz Baustopp waren zu diesem Zeitpunkt laut Berichten bereits mehrere Millionen US-Dollar in das Betongrab versenkt worden. Schockierend sind auch die Kosten, die eine mögliche Fertigstellung kosten würde. So berichtet die US-amerikanische Webseite „The Daily Beast“ unter Berufung auf südkoreanische Medien, dass die Kosten rund zwei Milliarden US-Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro) betragen würden.

Bisher gäbe es allerdings in dem „verdammten Hotel“ weder Elektrizität noch verlegte Wasserleitungen, wie „Elle Decor“ weiter berichtet: Zwar hatte ein ägyptisches Konsortium der Geschäftsgruppe Orascom den Bau zwischenzeitlich wieder aufgenommen, jedoch sei diese Phase auch schon wieder vorbei. Immerhin: Dabei soll die Fassade fertiggestellt worden sein.

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Wer sollte in dem Hotel überhaupt übernachten?

Zudem gab es auch Pläne der Kempinski-Hotel-Gruppe gegeben, dort ein Ressort zu eröffnen – die Verhandlungen scheiterten aber. Auf Nachfrage von BILD, wieso es nicht zu einer Hotel-Eröffnung kommen würde, hieß es damals von Seiten des Unternehmens: „Wenn Sie sich die politische Situation in Nordkorea anschauen, wissen Sie die Antwort.“ 

Die Frage ist auch, wer in diesem Hotel überhaupt übernachten soll – Touristen sind in Nordkorea kaum existent, und die wenigen, die überhaupt ins Land kommen, haben durchaus eine beträchtliche Anzahl an Unterkünften, wie ein Blick auf die Hotel-Liste bei Tripadvisor zeigt.

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