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Neue Ansprache

Lufthansa begrüßt Passagiere künftig geschlechtsneutral

Die Lufthansa-Gruppe stellt ihre Kommunikation mit den Fluggästen um. Bei der Begrüßung an Bord soll das klassische Geschlechterbild künftig keine Rolle mehr spielen.

Die Lufthansa verzichtet auf ihren Flügen künftig bei der Begrüßung auf die Formel „Sehr geehrte Damen und Herren“. Auch das englische „Ladies and Gentlemen“ soll der Vergangenheit angehören.

Stattdessen sollen die Crews ihre Gäste mit geschlechtsneutralen Formulierungen an Bord willkommen heißen, bestätigte eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt. Die Regelung gilt für alle Airlines des Konzerns, einschließlich der Gesellschaften Austrian, Swiss, Eurowings und Brussels Airlines. Zuerst hatte BILD berichtet.

Lufthansa will mit neuer Begrüßung alle berücksichtigen

„Uns ist es wichtig, dass wir in unserer Ansprache alle berücksichtigen“, hatte ein Lufthansa-Sprecher der Zeitung gesagt. Infrage kämen ganz unterschiedliche Formulierungen wie „Guten Tag“, „Guten Abend“ oder auch einfach „Herzlich willkommen an Bord“. Die Entscheidung über die Wortwahl bei der Begrüßung läge jeweils beim Chef oder der Chefin der Kabine.

Ab September wieder nahezu alle Flugziele im Programm

Die Airline-Gruppe baut das Flugangebot trotz Corona-Reisebeschränkungen weiter aus. „Wir haben entschieden, dass wir bis September nahezu alle Flugziele wieder anbieten, um ein vollwertiges Angebot für Privat- und Geschäftsreisende zu haben“, sagte Netzplaner Heiko Reitz dem Magazin „Capital“. Allerdings werden die Strecken mit geringeren Frequenzen geflogen. Die bisherige Kapazitätsplanung gilt einer Lufthansa-Sprecherin zufolge weiter.

Für das Gesamtjahr werden im Schnitt 40 Prozent der Sitzplätze des Vorkrisenjahrs 2019 angeboten. Über den Sommer wird das Angebot schrittweise hochgefahren auf bis zu 70 Prozent der Vorkrisenkapazität.

Deutsche Airlines zuversichtlich hinsichtlich Nachfrage

Die Chefs der Fluggesellschaften Lufthansa und Condor sind trotz der jüngsten Unsicherheit über Corona-Auflagen für Virusvariantengebiete zuversichtlich über die weitere Erholung der Nachfrage. „Ich war schon immer optimistischer als viele, dass die Nachfrage schneller zurückkommt als wir denken“, sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup bei einer Feier zum 10-jährigen Bestehen des Bundesverbandes Deutscher Luftverkehrswirtschaft /(BDL). „Wenn man die Deutschen reisen lässt, sind die sofort am Start, nicht in drei Wochen, sondern übermorgen“, sagte der Chef des Ferienfliegers. Lufthansa-Chef Carsten Spohr betonte, er teile den Optimismus. Er sei aber besorgt, dass die europäischen Airlines durch die geplanten neuen Klimaschutzauflagen für die Branche an Konkurrenzfähigkeit gegenüber nicht-europäischen Fluglinien verlören.

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