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Riesiger Tornado trifft italienischen Badeort!

Tornado bewegt sich am Dienstagabend auf die Amalfiküste in Italien zu
Sieht ziemlich bedrohlich aus: Ein Tornado bewegt sich am Dienstagabend auf die Amalfiküste in Italien zu
Foto: Cesare Porto

Die süditalienische Mittelmeerküste ist am Dienstagabend von einem Tornado getroffen worden. Videoaufnahmen zeigen, wie sich der riesige Wolkenschlauch auf den Badeort Salerno zubewegt und dabei gewaltige Wassermassen aufwirbelt.

Die Schäden, die der riesige Tornado angerichtet hat, halten sich glücklicherweise in Grenzen, und ernsthaft verletzt wurde offenbar niemand. Umso spektakulärer sind die Aufnahmen des Wetterphänomens, die zahlreiche Nutzer bei Twitter und in anderen sozialen Netzwerken geteilt haben. Sie zeigen, wie sich die fast senkrechte Luftsäule unter einer dunklen Wolke vom Meer aus der Hafenstadt Salerno südlich von Neapel nähert und dabei Wassermassen aufwirbelt.

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Weitere Tornados im Süden Italiens

Wie die italienische Zeitung „Corriere della Calabria“ berichtet, richteten zwei Tornados vor allem in den Städten Cutro und Roccabernarda Verwüstungen an, an einem Bahnhof wurde beinahe ein Zug von einem der Wirbelstürme aus den Gleisen gehoben.

Auch in Marmaris an der Türkischen Riviera sorgte am Mittwoch ein Tornado für Verwüstungen und brachte viele Boote im Hafen zum Kentern.

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Tornado-Saison im Mittelmeer in vollem Gange

Dass die Mittelmeerländer derzeit vermehrt von Wirbelstürmen betroffen sind, ist zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich, wie Tornado-Experte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf Nachfrage von TRAVELBOOK erklärt.

Tornados wie der in Salerno nennt man dem DWD-Experten zufolge auch Wasserhosen, weil sie sich über dem Meer bilden. „Dabei wird Meerwasser kreisförmig aufgesaugt und nach oben gewirbelt.“ Je nach Stärke können die Wirbelstürme lebensbedrohlich sein und sogar Schiffe zum Kentern bringen.

Voraussagen lassen sich Tornados, egal ob über dem Land oder über dem Meer, allerdings nur sehr kurzfristig. Die Saison dauert laut Friedrich noch bis Ende November – bis dahin kann es überall im Mittelmeer weiterhin zu Tornados kommen.

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