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Kulinarik in Qatar

6 Dinge, die Qatar zu einem Paradies für Foodies machen

Sonne satt das ganze Jahr und eine unvergleichliche Mischung aus jahrhundertealten arabischen Traditionen und modernem Luxus – das ist Qatar, das sich im Nordosten der Arabischen Halbinsel bis in den Arabischen Golf erstreckt. Besonders kulinarisch gibt es hier viel zu entdecken – von Sterneküche über Food-Stände auf orientalischen Märkten, einem internationalen Food-Festival mit Stars der Kochszene bis zu Restaurants, die das beste aus der arabischen Küche und der ganzen Welt servieren. Unvergleichlich ist auch die Gastfreundschaft der Katarer, die man am besten bei einer Tasse Kaffee erlebt.

1. Auf einen Kaffee mit Freunden

Gastfreundschaft und Höflichkeit werden in Qatar großgeschrieben, denn schon zu Zeiten des Nomadentum wurden Speisen und Getränke immer mit Reisenden in der Wüste geteilt. Der Kaffee, auch Kahwa genannt, spielt dabei eine zentrale Rolle. Er ist ein Zeichen des Willkommens und die Kaffeekanne ist in ihrer Form selbst ein Symbol für Gastfreundschaft. Zur Begrüßung bekommen Besucher den traditionellen Mokka und ein paar süße Datteln. Der Kaffee wird dafür frisch gemahlen und mit Kardamom verfeinert in kleinen Tassen ohne Henkel serviert.

Die sollte man übrigens immer mit der rechten Hand halten, da die linke in der arabischen Kultur als unrein gilt. Erst, wenn man die Tasse leicht schüttelt, wird nicht mehr nachgeschenkt – auch das ist ein Indiz für die Großzügigkeit, die Besuchern in Qatar immer wieder entgegengebracht wird. VollDiese kommt vor allem an den landesweiten Feiertagen und während des Fastenmonats Ramadan zum Ausdruck, wenn das Essen mit vielen geteilt wird und die herzlichen Gespräche bis tief in die Nacht andauern.

2. Kunsthandwerk und Food-Stände im Souq Waqif

Vollkommen abtauchen in die Magie des arabischen Lebens, kann man bei einem Besuch des einzigartigen Labyrinths aus traditionellen Häusern im Souq Waqif. In den verwinkelten Gassen des großen Marktes bieten Händler Gewürze, Parfüm, Kleidung, Werkzeug, Handarbeiten, Schmuck und andere Kostbarkeiten an. In diesem bunten Treiben lassen sich wunderbar Souvenirs kaufen und auch echte Schätze finden.

Bei einer Tasse Tee oder Kaffee in einem der vielen Cafés lässt sich das geschäftige Treiben in den kleinen Straßen besonders gut beobachten. Sobald dann noch einer der vielen Musiker sein Instrument anstimmt, möchte man diesen Ort eigentlich nie wieder verlassen. Das Highlight sind aber die vielen kleinen Food-Stände, die an jeder Ecke mit traditionellen Köstlichkeiten aufwarten und Einblicke in die Aromenvielfalt der würzig-arabischen Küche geben.

3. Im Land von Lamm, Datteln und tausend Gewürzen

Qatars Küche ist sehr vielseitig und von zahlreichen Einflüssen des Nahen Ostens geprägt. So brachten unter anderem indische, iranische, nordafrikanische und levantinische Einwanderer ihre Gerichte auf die arabische Halbinsel. Vor allem regional frisch gefangener Fisch sowie klassisches Lamm und die süßen reifen Datteln spielen eine große Rolle. Typische Gerichte sind Machbus, ein Eintopf aus kräftig gewürztem Reis mit Meeresfrüchten oder Fleisch und Ghuzi, ein im Ganzen gebratenes Lamm auf einem Bett von Reis und Nüssen.

Außerdem isst man gerne gekochtes Hammel- oder Ziegenfleisch mit gewürztem Reis. Dazu werden zum Hauptgericht oft verschiedene Beilagen wie Hühnchen, Fisch, Gemüse und Salat gereicht. Das süße Ende besteht dann aus regionalen Datteln, frischem Obst und Desserts, wie Halva aus Nüssen und Honig. Besonders beliebt ist auch die Nachspeise Om Ali, was übersetzt Ali´s Mutter bedeutet. Das süße Gebäck besteht aus Pistazien, Kokosflocken, Rosinen, Milch und Zimt. 

4. Essen wie ein König am Arabischen Golf

Neben den traditionellen Gerichten lockt vor allem die lebendige Restaurantszene Qatars die Besucher ins Land. Hier gibt es etwas für jedes Budget und für jeden Geschmack: sowohl typisch arabische als auch internationale Küchen warten darauf, entdeckt zu werden. Die Top-Restaurants findet man dabei vor allem in den Fünf- und Vier-Sterne-Hotels in der Hauptstadt Doha. Denn auch Spitzenköche aus aller Welt, wie der Engländer Gordon Ramsay oder der Franzose Alain Ducasse haben entdeckt, dass Qatar ein echter Kulinarik-Hotspot ist und hier eigene Restaurants eröffnet.

Besonders zu empfehlen ist ein Besuch im Restaurant Nobu in der Bucht von Doha mit wundervollem Blick aufs Wasser, im Hakkazan im St. Regis Hotel, das kantonesische Küche anbietet und im Nozomi mit japanischem Essen in der spektakulären Anlage The Pearl-Qatar, einer künstlich errichteten Insel, auf der sich die spektakulärsten Häuser aneinanderreihen.  

5. Schlemmen beim Food-Festival

Ein echtes Highlight, das alleine schon eine Reise wert ist, ist das Qatar International Food Festival – kurz QIFF genannt – das jedes Jahr im März ganze zehn Tage lang in der Hauptstadt stattfindet. Foodies und Feinschmecker sind hier im Paradies, denn mehr als 175 Food-Stände bieten lokale Spezialitäten auf einem großen Markt an. Daneben brühen Qatars beste Kaffeehändler in einem eigenen Bereich ihre Bohnen auf und bieten frischen Mokka an.

Richtig zur Sache geht es aber auf der Live-Cooking-Bühne, auf der man einen Blick in die Kochtöpfe der Profis werfen kann, während sie ihre besten Tipps und Tricks verraten. Am Abend wird weiter geschlemmt beim QIFF-Menü, dass rund 60 Restaurants in ganz Doha anbieten. Auf die Festival-Besucher warten hier Drei-Gänge Menüs zu unschlagbar günstigen Preisen in den schönsten Restaurants der Halbinsel.

Viele internationale Stars der Kochszene reisen extra zum QIFF an. So auch der Sternekoch Wolfgang Puck, der sonst regelmäßig das Dinner nach den Oscars in Los Angeles ausrichtet. Glamouröser kann man wohl kaum schlemmen. 

6. Frühstück in der Wüste

Ein Ausflug in die unglaubliche Weite der Wüste darf eigentlich bei keiner Reise nach Qatar fehlen. Ganz in der Tradition der Nomandenvölker reitet man dabei auf dem sanft schwankenden Rücken der Kamele durch die beeindruckende Landschaft. Nach einer Übernachtung in einem der großen traditionellen Wüstenzelte erwartet die Gäste dann aber das eigentliche Highlight: ein arabisches Frühstück mit frisch aufgebrühtem Mokka, süßen Datteln und Hummus. Im Hintergrund verzaubert der Sonnenaufgang über den unendlichen Sanddünen mit seinem Farbenspiel. Dafür lohnt es sich besonders früh aufzustehen!


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